Wie wählerisch sind Sie, wenn es darum geht, Nori-Blätter zu kaufen?

Viele denken, dass Nori-Blätter, also Algen-Blätter alle gleich sind. Für die Zubereitung von Sushi verbringen die Köche oft mehr Zeit mit der Auswahl der Füllungen als sich mit der Nori-Auswahl zu beschäftigen. Aber genauso wie der Reis, der Essig und vor allem die Füllungen, sind die Nori-Blätter ein grundlegender Bestandteil eines jeden Sushis. Dabei ist das Nori-Blatt der Chor und nicht der Star des Sushis. Und doch ist das Nori-Blatt der erste Bestandteil des Sushis der die Zunge berührt und in seiner eigenen subtilen Art und Weise eine Bühne für eine außergewöhnliche Geschmackserlebnis bereitet.

Die besten Sushi-Köche in der Welt wissen von der Schlüsselrolle des Nori-Blattes, um aus einem unauffälligem Stück Sushi ein herausragendes Stück Sushi zu erschaffen. In der Tat, in einem außergewöhnlichen Stück Sushi ist das Nori-Blatt manchmal sogar teurer als der Fisch selbst. Nori-Kenner wissen, dass ein Nori-Blatt ein Rezept von „mittelmäßig“ in „erstaunlich!“ verwandeln kann. Wie Wein, Schokolade, Käse und andere handwerklich hergestellten Zutaten, verdienen Nori-Blätter eine besondere Aufmerksamkeit.

Neugierig? 


Führen Sie selbst einen Geschmacksvergleich durch! Erst wenn Sie die besten Nori-Blätter probiert haben, werden sie erkennen, was Sie bisher verpasst haben.

Nori – internationale Bezeichnungen

Es gibt verschiedene internationale Begriffe mit denen der Purpurtang bezeichnet wird:

  • die japanische Bezeichnung Nori
  • die koreanische Bezeichnung Gim oder Kim
  • die chinesische Bezeichnung Haidai
  • die walisische Bezeichnung Bara Lawr
  • die englische bzw. amerikanische Bezeichnung Laver

Alle Bezeichnungen werden für ein und die selbe Algenart verwendet: Porphyra, im deutschen Sprachgebrauch als Purpurtang bekannt.

Nori in der internationale Küche

In Japan werden Nori-Blätter traditionell für die Zubereitung von Sushi in den folgenden Spielarten verwendet:

  • Maki-Sushi (巻き寿司) „Sushi-Rollen“, die bekannteste Sushi-Art die in mindesten vier Gruppen eingeteilt werden können:
    • Hoso-Maki (細巻き) „dünne Rolle“, sind dünne, aus einem halben Nori-Blatt hergestellte Reisrollen, die mit Fisch oder Gemüse gefüllt werden. Üblicherweise wird für die Füllung nur eine Zutat verwendet.Die fertige Rolle wird in sechs gleich große Stücke geschnitten.
    • Futo-Maki (太巻き) „dicke Rolle“, sind dicke, aus einem ganzen Nori-Blatt hergestellte Reisrollen, die mit einer Kombination aus verschiedenen Zutaten gefüllt werden. Oft werden dafür Fisch, Gemüse und Pilze verwendet.
    • Ura-Maki (裏巻き) „von innen gerollt“, auch California Roll genannt, sind Hoso- oder Futo-Maki, bei denen der Reis außen am Nori-Blatt angebracht und oft sehr dekorativ mit Sesamsamen, Schnittlauch oder kleinen, farbigen Fischeiern verziert wird. Ura-Maki gehören nicht zu den traditionellen Maki und haben ihren Ursprung vermutlich unter japanisch-stämmigen Amerikanern an der Pazifikküste der USA.
    • Hitsuji-Maki (羊巻き) „doppelt gerollt“, auch Schafs-Rolle genannt, sind Hoso-Maki, wobei das Nori-Blatt ein weiteres mal mit Reis ummantelt und gegebenenfalls mit Sesam dekoriert wird. Diese Variante ist auch als falscher Ura-Maki bekannt und ist ebenfalls kein traditioneller Maki. Ursprünglich ist diese Variante von japanisch-stämmigen Australiern kreiert worden.
  • Temaki-Sushi (手巻き) „handgerollt“, hierbei wird das Nori zu einer Tüte gerollt und mit Reis und den Zutaten wie bei Maki-Sushi gefüllt.
  • Gunkanmaki-Sushi (軍艦巻き寿司) „Schiffchen-Sushi“, sind kleine Streifen aus Nori-Blättern, die an den Enden zusmmengefügt werden und einen Ring bilden, der auf die Seite gelegt wird. Sie erhalten einen Reisboden, auf dem die Füllung aufgetragen wird. Gunkanmaki werden beispielsweise für Fischeier verwendet.
  • Onigiri-Sushi (御握り) sind gewürzte Reisbälle, die aber nicht immer rund sein müssen. Gewürzt werden sie mit einer speziellen Würzmischung (Furikake), die es in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen wie zum Beispiel Fisch, Gemüse usw. gibt.Oft werden Onigiri auch mit unterschiedlichen Fischsorten (frisch oder getrocknet), Gemüse oder gesäuertem Obst wie Pflaumen gefüllt. Sie haben zumeist eine dreieckige Form und sind in Nori-Blätter eingeschlagen.

Neben Sushi werden in der japanischen Küche Mochi  (餅) „Reiskuchen“ zubereitet, die ebenfalls mit Nori-Blättern serviert werden. Als Tsukudani wird in Japan eine delikate Paste bezeichnet, die aus geschmolzenen Nori-Blättern besteht, die mit Sojasouce, und Reisweis (Mirin) verfeinert werden.

Neben den klassischern Yaki-Nori im Blattformat werden Nori-Blätter auch in anderen Formaten angeboten:

  • Aonori: Diese zarten Flocken von getrockneten, smaragdgrünen Algen haben eine starke Pilzaroma und ein erdiges Aroma. Streuen Sie Aonori über die Gerichte wie z.B. gebratene Nudeln, pikante okonomiyaki Pfannkuchen und gedämpftem weißem Reis, oder verwenden Sie es um den Geschmack der Suppe Brühe und Tempura zu steigern.
  • Iwanori oder Felsen-Nori, ist eine Seetang-Art die traditionell von den Felsen in der Nähe der Mündungen der Flüsse geerntet wird. Sonnengetrocknete und ganz in lockeren Bündeln verkauft, hat es eine konzentrierte, fast süßen Meeresgeschmack und wird oft zu würzigen Lebensmitteln beigegeben, z.B. zu Salatdressings.
  • Ajitsukenori sind Nori-Snack´s. Hergestellt aus Yaki-Nori Blättern, sind sie oft mit mit Sojasauce , Wein oder Wasabi aromatisiert und in mundgerecht zugeschnitten.
  • Namanori sind ungeröstete, nur getrocknete Nori. Die Fabe ist tief violett bis schwarz in der Farbe. Namanori ist schwieriger als geröstetes Yaki-Nori zu finden. Einige Köche rösten Namanori unmittelbar vor der Verarbeitung über Holzkohle bevor sie Gerichten wie Temaki-Rollen eine knusprige Textur und rauchigen Geschmack geben.
  • Aosa Nori ist dem Aonori sehr ähnlich, aber viel milder im Geschmack und weniger teuer. Typischerweise wird es getrocknet in Flocken- oder Pulverform  verkauft. In Japan ist Aosa Nori als pikante Würze in verarbeiteten Lebensmitteln wie Kartoffelchips und Reis-Cracker weit verbreitet.
  • Norimaki Senbei: salzig-süßen Reiscracker , gewürzt mit Sojasauce und Zucker und in winzige Quadrate von Nori-Blätter umwickelt.
  • Furikake: wie bei uns Salz und Pfeffer wird in Japan diese Gewürzmischung aus Sesam, Bonitoflocken und Nori verwendet. Probieren Sie es auf warmen Reis aus!
  • Kizami Nori: sind wunderbar feine Nori-Streifen die sich toll als pikantes Topping verwenden lassen.

In Korea werden Gim- oder Kim-Blätter ebenfalls verwendet um gefüllte Reisrollen zu umwickeln, die dort als Gimbap bezeichent (Gim = Purpurtang, Bap = Reis) werden. Der Unterschied zum japanischem Sushi sind die Füllungen, die beim Gimbap keinen rohen Fische enthalten und viel vielfältiger und umfangreicher als beim japanischen Sushi enthalten sind.

  • Samgak gimbap (삼각 김밥), ähneln den japanischen Onigiri, ist ein dreieckförmiger Gimbap der in vielen 24-Stunden Läden in Südkorea verkauft wird.
  • Chungmu gimbap (충무 김밥) ist eine Art Gimbap, die nur aus Reis als Füllstoff hergestellt wird. Ursprünglich entstanden in der Küstenstadt Chungmu, die heute Tongyong heist und man sagt den Frauen der Fischer dieser Stadt nach, das Gericht für ihre fischenden Ehemänner zubereitet zu haben. Die Rollen sind dünner als die üblichen Gimbap und die Oberfläche ist in der Regel ungewürzt. Chungmu Gimbap wird traditionell mit mariniertem Rettich und Tintenfisch serviert. Auch hier gibt es Restaurants in Südkorea, die sich speziell auf dieses Gericht spezialisiert haben.
  • Chamchi gimbap (참치 김밥) ist ebenfalls ein weit verbreiteter Gimbap. Gefüllt mit Thunfisch, marinierten Perillablätter (eine Schwarznessel) und Mayonnaise sowie anderen Zutaten.
  • Mayak gimbap (마약 김밥) ist eine Spezialität von Gwangjang-Markt in Seoul. Mayak bedeutet übersetzt „Droge“ und spielt auf den angeblich süchtig machenden Geschmack an. Dieser spezielle Geschmack wird durch eine zugereichte Sauce erreicht, die aus Sojasauce und Senf hergestellt wird und sich dadurch von anderen Gimbap Gerichten unterscheidet.

In Wales isst man als nationales Frühstücksgericht in Purpurtang gekochte Wurst mit Pilzen auf Toast.

Nori-Blatt Formate

Ein Nori-Blatt hat eine fast quadratisches Format von 19 x 21 cm. Bei der Verarbeitung on Nori-Blättern zu Sushi ist die Ausrichtung von Bedeutung, da das „Rollverhalten“ von der Ausrichtung beeinflusst wird. Ein Nori-Blatt sollte immer so ausgerichtet werden, dass die schmale Seite (19 cm) zum Bauch der Köchin/des Kochs zeigt (und die „raue“ Seite sichtbar ist). Mit einem ganzen Nori-Blatt können die ca. 5 cm Durchmesser großen Maki-Sushi (Futo-Maki) hergestellt werden. Teilt man das Blatt in zwei Hälften, z.B. mit einem Messer, können aus einem Nori-Blatt, zwei kleine Maki-Sushi-Rollen (Hoso-Maki) mit jeweils ca. 2,5 cm Durchmesser zubereitet werden. Aber auch andere Formate existieren:

Nori Blaetter, Algen Blaetter, Sushi Blaetter, Formate, zerteilen, zerschneiden, teilen, zurechtschneiden, wie gross, wie breit

Nori-Blätter lassen sich mit dem Messer oder der Schere einfach zerteilen, sie werden aber auch fertig in häufig nachgefragten Formaten angeboten.

  • Halbes Format – half size: für  Temaki-Sushi oder Onigiri-Sushi
  • Drittel Format –  1/3 size: für Onigiri-Sushi oder Mochi
  • Viertel Format – 1/4 size: für Onigiri-Sushi oder Mochi
  • Achtel Format – 1/8 size: meist gewürzt
  • Zehntel Format – 1/10 size: meist gewürzt
  • Zwöftel Format – 1/12 size: meist gewürzt
  • als Topping Nori: meist gewürzt und in kleine, feine Streifen geschnitten. Diese werden in der japanischen Küce für Soba, Udon, Sushi und viele andere Gerichte eingesetzt. In der Europäischen Küche kann Topping Nori für Salate, Pizza, Pasta oder alles wozu man Lust verwendet werden.

Nori-Blatt Vorderseite vs. Rückseite

Nori-Blätter werden auf Bambusmatten getrocknet, die fast so aussehen wie die Bambusmatte die man bei der Zubereitung von Maki verwendet. Bei genauer Betrachtung der Nori-Blätter kann man erkennen, welche Seite bei der Trocknung nach oben gezeigt hat und sehr glatt geschlossen wirkt und welche Seite nach unten gezeigt hat und noch die Abdrücke der Bambusmatte trägt. Wichtig: werden Nori-Blätter gefüllt, sollte die rauhe Seite nach Innen zur Füllung zeigen, die glatte Seite nach Außen.

Nori-Blatt, Verleich der rauhen Rückseite und der glatten Vorderseite

Nori-Blatt, Vergleich der rauhen Rückseite und der glatten Vorderseite

Nori – etwas Botanik

Nori-Blätter sind zerkleinerte, getrocknete und später geröstete Rotalgen, die aus botanischer Sicht auch als Purpurtang (Porphyra) oder Porphyrtang bezeichnet werden (in der Mehrzahl spricht man übrigens von Tange). Wird der Purpurtang für die Herstellung von Algenblättern verwendet, bezeichnet man in Japan den Purpurtang als Nori.

Das es sich bei Nori um eine Rotalge handeln soll mag im ersten Moment verwundern, da wahrscheinlich niemand von uns schon einmal rote Algenblätter gesehen hat. Aber in der Tat, es sind Rotalgen, die nach der Ernte eine rötliche, violett, purpurrot, rotbraun oder grünlich-violett bis schwarzolive Farbe besitzen. Erst nach dem Trocknungs- bzw. Röstungsvorgang verwandelt sich die rote Farbe in eine grüne Färbung.

Nori – Anbau und Herstellung

Die größten Anbaugebiete für Nori liegen in Korea, Japan, China und an den Pazifikküsten der USA. Japan produziert jährlich ca. 7 Mrd. Blätter im Wert von ca. 1 Mrd. US-Dollar. Die jährliche Produktionsmenge in Süd-Korea beträgt ca. 10 Mrd. Bogen. China ist derzeit der größte Produzent von Nori. Zwei Arten des Purpurtang werden in China produziert: Porphyra yezoensis wird aufgezogen in den Jiangsu- und Shandong-Provinzen und P. haitanensis, hauptsächlich kultiviert in Zhejiang- und Fujian-Provinzen. Die Mehrzahl der Produktion von P. yezoensis (etwa 90 Prozent) werden in den internationalen Markt oder über japanische Broker in andere Länder exportiert. P. haitanensis wird vor allem für den heimischen Markt verwendet, nur etwa 10 Prozent gehen in den Export.
Fast alle Arten des Purpurtang werden als Lebensmittel genutzt. In den meisten Fällen wird er in Aquakulturen angebaut. Der Vermehrung der Algen ist äußerst kompliziert, es gibt wenige Pflanzen auf der Welt mit einer vergleichbar komplizierten Vermehrung und Aufzucht. In den Anbaugebieten werden sie in der Regel in der Zeit von November bis Mai geerntet. Nori wird auch in den Herstellerländern nicht im frischen Zustand verkauft, sondern wird sofort getrocknet.Früher wurde die Algen dabei aufwändig in der Sonne getrocknet, heute ist der Trocknungsprozess hoch mechanisiert. Nori wird in der Regel am gleichen Tag geerntet und zu Nori-Blättern verarbeite. Der Purpurtang wird zunächst mit Süßwasser gewaschen und danach in einem Schredder zu kleinen Stücken von ca. 0,5 x 1 cm Größe zerkleinert. Der zerschredderte Nori wird dann mit Süßwasser gemischt. Etwa 4 kg Nori werden mit 100 Liter vermischt. Dieses Nori-Wasser-Gemisch wird dann in eine Maschine zugeführt, die eine Papiermaschine ähnelt. Der Nori-Brei wird automatisch auf Holzrahmen die mit Matten aus gespaltenem Bambus bespannt sind. Etwa 600 ml der Mischung wird in jedem Rahmen zugeführt. Das enthaltene Wasser fliest durch die wasserdurchlässige Bambusmatte ab. Die Rahmen bewegen sich in dieser Zeit langsam entlang einer Fertigungslinie und werden schließlich über eine beheizte Oberfläche geführt. Die Nori und die Bambusmatten werden dann entfernt und die Rahmen werden wieder an den Anfang der Fertigung gebracht und der Prozess beginnt von neuem. Die Nori-Blätter werden dann gestapelt und in einem Ofen gebracht um den Feuchtigkeitsgehalt weiter zu reduzieren. Aus Qualitätsgründen soll die Temperatur des Trocknungsprozesses 50 ° C nicht überschreiten.

Der Nori ist in diesem Stadium fertig und kann verpackt werden. Die meisten Noriblätter werden aber noch einem weiteren Verabeitungsschritt unterzogen, der Röstung. Dabei werden die Blätter auf über 200 ° C erhitzt und erhalten so eine feine Röstnote.

Werden Nori anschliessend noch gewürzt wird, dann wird nach dem Rösten gewürzt und nach dem Würzen noch einmal geröstet. Die Bambusmatten werden dann entfernt, die Nori in 10 Stück zusammengestellt und in Bündeln von 100 Stück in Cellophan verpackt um eine erneute Feuchtigkeitsaufnahme zu verhindern und gelangen anschließend in den Handel.

Nori – Qualitäten

Der beste Nori hat eine pechschwarze Farbe und hat eine gleichmäßige, einheitliche Dicke im gesamten Blatt. Premium-Nori hat einen feinen Geschmack und eine natürliche Süße, ohne erkennbare Fehl-Aromen. Die Nori-Blätter sollten frisch aus der Verpackung knackig sein und doch eine Weichheit besitzen, die im Mund schmilzt. Vor allem sollten sie einen vollmundigen umami Geschmack besitzen, erdig und Ozeanartig zugleich …

Algenblätter werden in unterschiedlichen Qualitätsstufen angeboten.

  • A oder Gold oder gold
  • B oder Silber oder silver
  • C oder Blau oder blue
  • D oder Grün oder green

Wichtig: Bitte nicht Grün mit ungeröstet verwechseln. Beides hat nichts miteinander zu und sind zwei verschiedene Kriterien.

Nori – Preise

Nori-Blätter kosten je nach Qualität zwischen 15 Cent und 3 Euro je Blatt. Oft werden Mengennachlässe bei der Abnahme größerer Mengen gegeben.

Der Preisunterschied ist prozentual betrachtet bei einem 20-fachem Unterschied dramatisch. Doch: in konkreten, absoluten Beträgen bewegen wir uns immer noch auf niedrigem Niveau und selbst Premium-Nori, einem handwerklich hergestelltem Spitzenprodukt, kann sich jeder der will, auch leisten. Vielleicht nicht immer, aber dann doch für die besonderen Momente im Leben.

Nori – Verpackung

Die Verpackungen von Nori-Blätter sind in den meisten Fällen sehr farbenfreudig und mit einer Vielzahl von Informationen versehen. Doch was sind die wichtigen Informationen, die für die Auswahl der richtigen Nori-Blätter wichtig sind?

Nori Blätter Verpackung verstehen Vorderseite Rückseite Yaki Nori Maki Sushi Nori Seaweed Ita San silver

Nori Algenblätter werden in der Regel angeboten als:

  • 10er Packung
  • 50er Packung
  • 100er Packung

Achtung: einige Hersteller verpacken weniger als die üblichen 10 Stück, und bieten z.B. nur 7 Blatt an, also auch hier: auf das Kleingedruckte achten!

Tipp: Nori-Verpackungen werden aus zwei unterschiedlichen Verpackungsmaterialien hergestellt an denen man blitzschnell Rückschlüssen auf den Inhalt schließen kann, auch wenn man der Text auf der Verpackung nicht verstanden werden kann:

  • Ungewürzte Nori werden in durchsichtigen Kunststoffverpackungen angeboten.
  • Gewürzte Nori enthalten immer auch Öle und werden in bedruckten Metall-beschichteten Folien verpackt, die komplett undurchsichtig sind.
Unterschiede bei der Verpackung von gewürzten und ungewürzten Nori-Blättern (links zwei gewürzte, rechts zwei ungewürzte)
Unterschiede bei der Verpackung von gewürzten und ungewürzten Nori-Blättern (links zwei gewürzte, rechts zwei ungewürzte)

Nori – Nährwerte und Inhaltsstoffe

Nori ist ein Naturprodukt und enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Zudem sind Nori-Blätter:

  • Kalorienarm,
  • Natriumarm,
  • Glutenfrei,
  • Lactosefrei,
  • Ei-frei,
  • Cholesterinfrei,
  • frei von künstlichen Aromen,
  • frei von künstlichen Farbstoffe

Der hohe Nährwert von Nori liegt in seinem hohen Proteingehalt (25-35% des Trockengewichts) mit allen acht essentiellen Aminosäuren, in den enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe wie Zink, Vitamin A, E und C sowie das Vitamin B12 und Jod. Der Vitamin C-Gehalt von Nori beträgt etwa das 1,5-fache von Orangen und 75% des enthaltenen Proteins und Kohlenhydrate sind für den Menschen verdaulich, was für ein für Algen sehr hoher Wert ist. Menschen, die an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, sollten Nori Blätter nur in geringen Mengen verzehren. Nori Blätter sind fast fettfrei und eignen sich für eine vegane Ernährung bei der sie einen wertvollen Beitrag zur Versorgung mit Vitamin B12 leisten können.

Ungeröstete – geröstet Nori

Nori-Blätter kann man ungeröstet oder geröstet kaufen. Die meisten Nori-Blätter im deutschsprachigen Raum werden geröstet angeboten. Geröstete Nori-Blätter werden als Yaki-Nori bezeichnet und tragen auf der Verpackung den Zusatz „roasted“.

Es werden aber auch ungeröstete Nori-Blätter angeboten, die vor dem Verzehr geröstet werden müssen um den charakteristischen Geschmack und die gewünschte Konsistenz zu erhalten. Dabei gibt es verschiedenen Varianten:

  1. Nori-Blätter rösten – Variante 1: Den Backofen auf ca. 220° C vorheizen und die Nori-Blätter für ca. 30 Sekunden auf einen Rost legen und rösten.
  2. Nori-Blätter rösten – Variante 2: Diese Variante setzt eine klassische Herdplatte voraus. Das Nori-Blatt an einem Ende anfassen und zügig über eine heiße Herdplatte ziehen. Das Blatt umdrehen und die Prozedur wiederholen. Ein geröstetes Nori-Blatt erkennt man daran, dass es an allen Stellen heller als vorher ist.
  3. Nori-Blätter rösten – Variante 3: Ist kein Backofen und keine Herdplatte vorhanden, dann kann mit einer beschichteten Pfanne ebenfalls das Nori-Blatt von beiden Seiten durch die Pfanne gezogen werden.
  4. Nori-Blätter rösten – Variante 4: Wenn Variante 1 – 3 nicht funktioniert, aber ein Toaster vorhanden ist, dann das Nori-Blatt reinstecken und Hebel runterdrücken. Nicht bis zum Ende warten, sondern den Toastvorgang nach ca. 10-30 Sekunden abbrechen. Das Blatt herausnehmen, um 180° drehen und den Vorgang wiederholen.

Haltbarkeit und Aufbewahrung

Bei der Aufbewahrung von Nori-Blättern sind drei Dinge zu beachten: kein Sonnenlicht, keine Feuchtigkeit und am besten kühl lagern. Nori-Blätter sollten Dunkel und Trocken aufbewahrt werden und das am besten im Kühlschrank, was in mitteleuropäischen Küchen kein Problem sein sollte. Nori-Verpackungen werden z.T. mit wiederverschliessbaren Verpackungen angeboten, sehr praktisch. Falls die Verpackung nicht wiederverschliessbar ist, ein kleiner Tipp: Die Packung immer mit einer Schere gerade aufschneiden. Gewünschte Anzahl Blätter entnehmen und mit durchsichtiges Klebeband, also z.B. Tesa-Band längs wieder über die gesamte Breite zukleben. Beim erneuten Öffnen, wieder mit der Schere aufschneiden, wieder mit Tesa-Band zukleben, kann mehrmals gemacht werden.

nori blaetter aufbewahren lagern verpackung wiederverschliessen
Tipp: angefangene Nori-Blätter Verpackung mit Tesa-Klebeband wieder verschließen.

Nori und Jod-Gehalt

Nori-Blätter werden in Deutschland mit einer Lebensmittelkennzeichnung ausgeliefert, auf dem auf den hohen Jod-Gehalt hingewiesen wird. Einige Verbraucher sind durch diese Kennzeichnung verunsichert und fragen sich, ob Nori-Blätter vielleicht doch nicht so gesund sind, wie viele glauben. Wir können Sie beruhigen. Die Stiftung Warentest hat in einer umfangreichen Untersuchung im Jahr 2002 Nori-Blätter und andere Meeresalgen untersucht und umfangreich die Inhaltsstoffe analysiert. Der maßvolle Verzehr von Nori-Blättern wurde dabei als unbedenklich bezeichnet und der maßvolle tägliche Verzehr mit etwa 3 Blättern bzw. 7,6 Gramm angegeben.

Doch noch einmal im Detail:

Alle von der Stiftung Warentest untersuchten Nori-Algen enthielten weniger als 20 mg Jod pro kg Trockengewicht Nori-Algen. Die problematischen Algen, auf die die Stiftung Warentest gestoßen ist enthielten übrigen z.T. mehr als 3.600 mg pro kg Algen Trockengewicht. Doch zurück zu unseren Nori-Blättern. Stellen wir die weniger als 20 mg Jod pro kg Trockengewicht einmal anders da, der Wert ist gleichbedeutend mit weniger als 20.000 μg/kg. Die Angabe in Mikrogramm wird im Lebensmittelbereich üblicherweise angegeben und lässt uns einfacher vergleichen. Nun ist ein Kilogramm Nori-Blätter eine ganze Menge, ein Blatt wiegt ca. 2,5 Gramm, ein Kilo sind also ca. 400 Blätter. Das heißt ein Blatt enthält weniger als ca. 50 μg Jod (20.000 μg/ 400 Blatt).

Ein Vergleich: 0,5 Liter Milch enthält ebenfalls etwa 50 μg Jod, genau soviel wie ein Nori-Blatt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 200 μg für Erwachsene. Bei Schwangeren und Stillenden sind es pro Tag sogar bis zu 260 μg. Nur wenn genug dieses Spurenelements in den Körper gelangt, kann die Schilddrüse, das kleine Organ unterhalb des Kehlkopfs, die lebenswichtigen Hormone Trijodthyronin und Tetrajodthyronin herstellen. Diese Hormone beeinflussen den gesamten Stoffwechsel: Sie regulieren die Nahrungsverwertung, den Grundumsatz, das Wachstum und vieles mehr.

Nori-Blätter sind natürliche Jod-Lieferanten und bereichern auch durch dieses wertvolle Spurenelement unser Leben.

Die besten Nori-Blätter der Welt

Obwohl Länder wie China und Korea auch Nori produzieren, die feinsten Nori-Blätter der Welt werden auf der Insel Kyushu im Süden Japans in Ariake Bay, hergestellt. Diese als Ariake Nori bezeichneten Nori-Blätter werden in nährstoffreichen Gewässern gezüchtet und sorgfältig verarbeitet. Ähnlich wie bei Tee, Kaffee oder Wein spielen saisonale Bedinungen, Lage, Wassertemperatur , Strömungen und Mineralgehalt eine Rolle bei der Ausbildung seines einzigartigen Geschmackes.

Nori-Blätter kaufen

Nori-Blätter kann man kaufen:

  • In vielen Supermärkten, meist bei mittlere Qualität zu relativ hohen Preisen, Nori-Blätter im Supermarkt werden meist von Sushi-Beginnern gekauft, auf die Dauer sind die wenigsten Bereit, die hohen Preise zu bezahlen.
  • In nahezu allen Asia-Märkten, oft sind es Importe, die mit zusätzlichen Aufklebern glabelt werden. Es gibt meist eine oder zwei Stamm-Marken. Die Qualität ist meist in Ordnung, der Preis in der Regel niedrig.
  • Online, gerade wenn man häufiger Sushi zubereitet, dann findet man das beste Preis-Leistungs-Verhältnis meist bei Online-Anbietern.

Nori hat Umami – den fünften Geschmack

Nori-Blätter enhalten hohe Anteile von Glutaminsäure und Inosinate, zwei Moleküle, die den umami Geschmack entstehen lassen.


Hier solle bald noch mehr stehen zu den folgenden Themen: Nori-Superfood, Gewürzte Nori-Blätter, Hausmarken/Supermarkt, Sicheres Produkt und Zertifizierungen, Bio Nori-Blätter, Nori + Origami = Norigami, Geschichte des Nori-Blattes


Pagerank- & Counterservice Webkatalog Findorama.de

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s